Fortbildungskonzept

der Hans-Fallada-Schule Feldberg

 

 

In unserem Schulprogramm ist im Leitbild formuliert:

„Unsere Schule versteht sich als eine Schulgemeinschaft, die Schüler auf ihre berufliche Zukunft leistungsorientiert, sozial kompetent und lebenspraktisch vorbereitet.“

Wir verstehen uns als eine lernende Schule. Das gilt für Schüler und Lehrer gleichermaßen.

 

 

1. Rahmenbedingungen der Lehrerfortbildung

Die Lehrerfortbildung an unserer Schule wird im Wesentlichen durch das Schulgesetz MV sowie durch die Erlasse zur Fort- und Weiterbildung und Schulprogrammarbeit geregelt.

Sie bilden die Grundlage dafür, dass Lehrerinnen und Lehrer sich fortbilden müssen, um den sich ändernden Anforderungen der schulischen Praxis gerecht zu werden. Sie sind verpflichtet, sich zur Erhaltung und weiteren Entwicklung ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten selbst fortzubilden und an dienstlichen Fortbildungsmaßnahmen auch in der unterrichtsfreien Zeit teilzunehmen.

 

 

2. Fortbildungsplanung und Schulentwicklung

Das Kollegium der Fallada Schule zeichnet sich traditionell durch hohe Fortbildungsbereitschaft aus. Die war immer schon eine Stärke und Besonderheit und ist Ausdruck von Innovationsbereitschaft, Engagement und Kooperation. Diese Grundeinstellung zu bewahren ist oberstes Ziel. Der Lehrerfortbildung kommt darum für die dauerhafte Stärkung der Leistungsfähigkeit unserer Schule eine bedeutende Rolle zu. Sie hat den Auftrag, Lehrerinnen und Lehrer bei der Erweiterung ihrer fachlichen, didaktischen und erzieherischen Kompetenz zu unterstützen und die Weiterentwicklung des Unterrichts und der Arbeit der Schule in ihrem Selbstverständnis als pädagogische Handlungseinheit und lernende Organisation zu fördern.

Auf Grund dieser Bedeutung für die Schulentwicklung, die Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung schulischer Arbeit ist Fortbildungsplanung ein zentrales Element der Schulprogrammarbeit.

 

 

 

 

 

2.1 Fortbildungsplanung und Schulprogramm

Fortbildungsplanung ist auf die Realisierung unseres Schulprogramms ausgerichtet und gleichzeitig auch selbst ein zentrales Element des Schulprogramms. Die Fortbildung orientiert sich an der pädagogischen Grundausrichtung unserer Schule, ihrem Profil und Programm.

Bei der Erarbeitung des Fortbildungsplans unserer Schule stellen wir schrittweise folgende Leitfragen

 

 

Schritte

Leitfragen

 

Schritt 1:

Klären der anstehenden Aufgaben

 

  1. Welche Aufgaben stellen sich uns in diesem Schuljahr auf Grund der Vereinbarungen im Schulprogramm?
  2. Welche Aufgaben stellen sich auf Grund von schulübergreifenden Vorgaben und Schwerpunkten des Ministeriums?

 

Schritt 2:

Ermitteln des Fortbildungsbedarfs

 

  1. Welche Kompetenzen oder Voraussetzungen sind an unserer Schule bereits vorhanden?
  2. In welchen Bereichen brauchen wir Unterstützung?

Schritt 3:

Prioritäten setzen

 

  1. Zu welchen Themen ist Fortbildung in diesem Schuljahr von besonderer Bedeutung?
  2. Welche Fortbildungen sollen vorrangig durchgeführt werden?

 

Schritt 4:

Überprüfen der Möglichkeiten

und Bedingungen für die

Umsetzung eines Fortbildungsangebots

 

  1. Welche zeitlichen Ressourcen stehen zur Verfügung?
  2. Welche Angebote gibt es bei der staatlichen Lehrerfortbildung?
  3. Welche Angebote gibt es bei weiteren Trägern?

Welche Moderatoren oder Referenten sollen eingeladen werden?

Schritt 5:

Konkrete Fortbildungen vereinbaren

und planen

 

  1. Zu welchen Themen wird Fortbildung schulintern durchgeführt?
  2. Zu welchen Themen sollen externe Angebote wahrgenommen werden?
  3. Welchen Umfang soll die Fortbildung haben?

Wer nimmt teil?

Schritt 6:

Evaluation und Transfer

 

  1. Mit Hilfe welcher Instrumente werten wir die Fortbildung aus?
  2. Welche konkreten Ergebnisse sind für den Schulentwicklungsprozess unserer Schule relevant?
  3. Wie wollen wir es erreichen, dass unsere neuen Erfahrungen und Kenntnisse Einzug in den schulischen Alltag halten?

 

2.2  Strukturen der Lehrerfortbildung

 Lehrerfortbildung wird in einem Gesamtfortbildungsplan der Schule und einem individuellen Fortbildungsplan erfasst.

 

  • Fortbildung findet vorrangig schulintern statt.
  • Schulexterne Lehrerfortbildung findet bei Themenstellungen statt, die einzelne Lehrerinnen und Lehrer betreffen, um spezielle Qualifikationen zu vermitteln.
  • Darüber hinaus können online-gestützte Fortbildungen realisiert werden.

 

 

3. Fortbildungsplanung an der Hans-Fallada-Schule in Feldberg

Die Fortbildungsplanung ist keine einmalige Aufgabe, sondern ein kontinuierlicher Prozess, der stetig fortgeschrieben werden muss und in dessen Verlauf die aus dem Schulprogramm begründeten Fortbildungsbedarfe und individuellen Fortbildungsbedürfnisse abgeglichen werden.

 

3.1 Zuständigkeiten

Fortbildungsplanung ist gemeinsame Aufgabe aller Mitglieder des Lehrerkollegiums und des an der Schule arbeitenden Personals.

Der Schulleiter entscheidet über alle Angelegenheiten des Personals, der Lehrerinnen und Lehrer, zu denen die Genehmigung von Fortbildungen gehört.

 

3.2 Bereiche

Entsprechen dem Konzept für die allgemein bildenden Schulen auf dem Weg zur selbstständigen Schule werden die nachfolgenden Fortbildungsfelder bei der Fortbildungsplanung an unserer Schule berücksichtigt:

  • Methodentraining,
  • Kommunikationstraining,
  • Team-Entwicklung im Klassenraum,
  • Eigenverantwortliches Arbeiten und Lernen,
  • Leistungsdiagnostik und neue Elemente der Fachdidaktik

 

Entsprechend der Vorgabe des Bildungsministeriums sind als Schwerpunkte der Fortbildungsplanung der Schulen für das Schuljahr 2013/2014 zu beachten:

  • die Förderung der Medienkompetenz (26.09.2013),
  • die Fortbildung in Erster Hilfe (28.10.2013),
  • den Besuch des DLR Neustrelitz zur Ausarbeitung von Projektangeboten für Grund- und Realschüler
  • Die Evaluation von Informationsmaterial "Was ist guter Unterricht" von Thomas Oertel

 

Durch die externe Evaluation unserer Schule im Schuljahr 2008/2009 wurden im Evaluationsbericht Stärken und Schwächen unserer pädagogischen Arbeit benannt. Besonders den aufgezeigten Schwächen in der Organisation zum selbständigen Lernen und zur Organisation und Strukturierung der Lernprozesse gilt es durch gezielte Fortbildung zu begegnen. Hier gilt es die Kompetenzen der Lehrkräfte stärker zu nutzen, denn Kommunikation und Kooperation sind ein wichtiges Mittel der Professionalisierung und der Ressourcenschonung. Die Multiplikation von besuchten Fortbildungen, die Weitergabe von Wissen und fachübergreifende Zusammenarbeit dort, wo sie sich anbietet, sind wichtige Elemente der Unterrichtsentwicklung. Hilfsbereitschaft, Vertrauen und Verlässlichkeit sind unsere Stärke und sollen es auch in Zukunft bleiben.

Die Regionalen Fortbildungsangebote zu dieser Thematik werden in die Fortbildungsplanung der Schule einbezogen.

 

 

3.3 Verfahren

In der Fortbildungsplanung wollen wir uns an unserer Schule überschaubaren und machbaren Anforderungen stellen. Dabei werden Prioritäten für die Fortbildung zu den vorrangigen Arbeitsbereichen festgelegt und Entscheidungen über die Verteilung von schulischen Ressourcen (Geld, Zeit, Freistellung) getroffen. Die Ergebnisse des innerschulischen Abstimmungsprozesses werden jährlich in einem Fortbildungsplan festgehalten, der in der Regel für ein Schuljahr Gültigkeit hat.

 

3.3.1 Ermittlung des Fortbildungsbedarfs

Zu Beginn eines Schuljahres wird der Fortbildungsbedarf (einschließlich des Bedarfs im Wege einer Fortschreibung) im Lehrerkollegium erhoben.

Die Bedarfsmeldung erfolgt grundsätzlich durch die Lehrerkonferenz, Fachkonferenzen, Jahrgangsteams oder Arbeitsgruppen unter Berücksichtigung der Fortbildungsbereiche.

Auf der Grundlage der Bedarfsmeldungen erstellt der Schulleiter einen Fortbildungsplan für das jeweilige Schuljahr bzw. für die nächsten zwei Schuljahre.

Darüber hinaus entstehender Fortbildungsbedarf, der zum Erstellungszeitpunkt der Planung noch nicht absehbar sein konnte, wird nach Möglichkeit in den laufenden Fortbildungsplan eingearbeitet.

 

Durch die Erhebung des Fortbildungsbedarf wurde für das Schuljahr 2010/20101 nachfolgender Bedarf festgestellt.

  1. Fortbildungen hinsichtlich der Weiterentwicklung des Schulprofils
  2. Fortbildungen hinsichtlich der Bedürfnisse der Fachschaften
  3. Fortbildungen hinsichtlich der Entwicklung des Einzelnen

 

 

 

 

 

 

 

3.3.2 Verwendung des Fortbildungsbudgets

Die Mittelverwendung ergibt sich aus dem Budgetierungserlass.

 

3.3.3 Entscheidungen

Auf der Grundlage des vorläufigen Fortbildungsplans und vor dem Hintergrund der Verteilung schulischer Ressourcen (Fortbildungsbudget, Vereinbarkeit mit den sonstigen Erfordernissen der Terminplanung, Vertretungsaufwand) werden Fortbildungsmaßnahmen vom Schulleiter genehmigt.

Priorität haben an unserer Schule solche Fortbildungen, die als schulinterne Fortbildungen des Kollegiums stattfinden und sich thematisch an den genannten Bereichen orientieren.

 

3.3.4 Durchführung, Evaluation

Schulinterne Fortbildungen werden evaluiert. In der Evaluation geht es um erreichte Ziele und vermittelte Inhalte, angewandte Methoden und Medien, die Kompetenz der Moderatoren bzw. Referenten, organisatorische Fragen, den zeitlichen Ablauf sowie um Konsequenzen für künftige Fortbildungsveranstaltungen.

Fortbildungsteilnehmerinnen und Fortbildungsteilnehmer schulexterner Fortbildung sind verpflichtet, zeitnah Informationen über die Fortbildungsmaßnahme an das Gremium weiterzugeben, in dessen Arbeitsbereich die Fortbildungsinhalte liegen.

Zukünftig legen alle Lehrkräfte ein persönliches Portfolio an, das z. B. bei Personalentwicklungsgesprächen mit der Schulleitung eine Rolle spielt.

 

3.4 Evaluation der Fortbildungsplanung

Über die Evaluation einer Fortbildungsveranstaltung hinaus wird auch die Fortbildungskonzeption unserer Schule regelmäßig evaluiert. Es geht dann darum zu prüfen, welche Grundsätze der schulischen Fortbildungsplanung sich bewährt haben und durch welche Veränderungen der Fortbildungsplanungsprozess verbessert werden kann. Dabei können folgende Fragestellungen berücksichtigt werden:

  • welche Themen waren in den letzten Jahren Fortbildungsschwerpunkte?
  • waren das wichtige Themen für die schulische Arbeit?
  • wie wurde die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen geregelt?
  • war diese Regelung für die Bedürfnisse des Lehrerkollegiums und der Schule günstig?
  • welche Auswirkungen hatten die Fortbildungen auf die schulische Arbeit?
  • welche Regelungen haben sich bewährt und sollten beibehalten werden?
  • welche Grundsätze sollten neu in die Fortbildungskonzeption aufgenommen

 

Lehrerkonferenz