Schule Feldberg im Wandel der Zeiten - Zur Geschichte der Feldberger Schule(n)

Hans Fallada

Schon vor 1945 gab es in Feldberg mehrere Schularten: Volksschule bzw. Stadtschule, Handelsschule, Berufsschule und Sonderschule. 1927 und 1928 erreichte die Anzahl der neu eingeschulten Schüler ihren Höchststand mit 50 bzw. 51 Kindern, die nach Jungen und Mädchen getrennt unterrichtet wurden. In den Dörfern Fürstenhagen, Schlicht, Cantnitz, Dolgen, Lüttenhagen und Carwitz waren ebenfalls noch Schulen vorhanden.

Von 1945 bis 1956 wurden die Kinder in einer allgemeinbildenden Zentralschule bis zur achten Klasse unterrichtet, 1952 konnte diese Schule auch bis zur 10. Klasse besucht werden.

1950 standen für 13 Klassen nur 4 ausgebildete Lehrer zur Verfügung. So unterrichtete z.B. eine Lehrerin Deutsch, Erdkunde, Heimatkunde, Biologie, Englisch, Russisch, Musik und Rechnen.

Die Schülerzahl erhöhte sich in diesem Zeitraum von 250 auf 390, die benötigten Klassenräume von 10 auf 20.

Als in dieser Zeit eine Oberschule geschaffen wurde, konnte im Schuljahr 1951/52 eine Klasse das Abitur ablegen.

Schülern aus dem Umkreis war es möglich, in einem Internat untergebracht zu werden. 1952 waren es 68 Schüler, die eine Internatsplatz beanspruchten. Ein Beleg sagt aus, dass eine LPG dem Internat leihweise 11 Strohsäcke zur Verfügung gestellt hat.

1958 beschloss man die allgemeine Schulpflicht bis zur 10. Klasse und der Unterrichtstag in der Produktion wurde eingeführt.

Die Dorfschulen in Wittenhagen, Neuhof, Rosenhof, Carwitz, Laeven, Lüttenhagen, Weitendorf, Cantnitz, Schlicht, Fürstenhagen und Conow, in denen es Mehrstufenunterricht gab, wurden nacheinander Feldberg angegliedert, so dass immer mehr Räumlichkeiten geschaffen werden mußten. Es gab 1974 je ein Schulgebäude am Amtsplatz (Drostenhaus) und Platz des Friedens, eine Baracke und einen Mehrzweckraum auf dem Schulhof Platz des Friedens, das ehemalige Altersheim neben dem Drostenhaus, in dem auch der Hort untergebracht war, die ehemalige Berufsschule Amtsplatz, gleichzeitig Internat, der „Hengstenstall“ Amtswerder (Turnhalle),der ehemalige Dachdeckerwerkraum am Sportplatz war Werkraum und im KfL wurde PA (Produktionsarbeit) erteilt.

1975 konnte die neue Schule eingeweiht werden. In 29 damals modern eingerichteten Räumen wurden 756 Schüler in 30 Klassen unterrichtet. An der Schule arbeiteten in dieser Zeit 53 Lehrer.

Da die Dorfschule in Lichtenberg nicht mehr ausgelastet war, gliederte man sie 1978 ebenfalls Feldberg an.

1978/79 baute man an der Schule eine Turnhalle und einen Sportplatz. Da ein neues Hortgebäude nötig war, entstand das auch in dieser Zeit.

1974 bot es sich an, zusammen mit der Triepkendorfer und Lichtenberger Schule in Mechow in der Nähe eines Sees eine schuleigene Ferieneinrichtung aufzubauen. Finanziell wurden der Bau von ortsansässigen Betrieben unterstützt. Hier wurden jedes Jahr Ferienlager durchgeführt, die großen Anklang fanden.

Ab 1990 wurden die Kinder in einer Grundschule bis zur Klassenstufe 4; ab Klassenstufe 5 in einer Kooperativen Gesamtschule (Orientierungsstufe Klassen 5 und 6, dann in Hauptschulklassen, Realschulklassen und Gymnasialklassen) unterrichtet.

Durch Schulgesetzänderungen wurde im Jahre 2003 aus der Gesamtschule eine Regionale Schule, welche weiterhin die Orientierungsstufe 5/6, im Anschluss die Klassenstufen 7-10 beinhaltet. Die Schüler der Klassenstufen 7-10 streben den Abschluss der Mittleren Reife (Klasse 10) an. Dieser berechtigt bei ansprechenden Leistungen zum Übergang in die gymnasiale Stufe.

Desweiteren können Schüler auch den Abschluss der Berufsreife (Klasse 9) erlangen.

Im August 2013 erfolgte die Zusammenlegung der Grundschule (123 Schüler) und der Regionalen Schule (123 Schüler).

Mit dem Schuljahr 2015/2016 startete die Volle Halbtagsschule (Klassen 1-4) und die Ganztagsschule im Bereich der Klassen 5 und 6.